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Konzo

Konzo ist eine seltene, aber ernsthafte neurologische Erkrankung, die vor allem in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu sicherer Nahrung auftritt. Auslöser ist häufig die Cyanidbelastung durch Maniok oder andere cyanidhaltige Pflanzen, wenn diese nicht ausreichend entgiftet oder verarbeitet wurden. Typisch sind plötzlich auftretende, zum Teil symmetrische Spastik (Versteifung), Schwäche, Gangunsicherheit und eine starke Einschränkung der Beinbeweglichkeit. Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand der typischen Beschwerden und der Vorgeschichte der Nahrungsaufnahme; unterstützend können neurologische Untersuchungen und Laborwerte beitragen, um andere Ursachen auszuschließen. Eine spezifische Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Zeitpunkt und umfasst vor allem die rasche medizinische Abklärung, die Behandlung der Vergiftung nach ärztlichem Ermessen sowie symptomatische Maßnahmen und Physiotherapie.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei plötzlicher Schwäche oder Versteifung der Beine sowie neu auftretender Gangunsicherheit sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei schweren Symptomen, zunehmender Bewusstseinsstörung, Atemproblemen oder Krampfanfällen gilt: Notruf 112. Wenn keine akute Lebensgefahr besteht, aber eine dringende Abklärung nötig ist, kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wodurch entsteht Konzo?

Konzo entsteht meist durch Cyanidvergiftung infolge nicht ausreichend entgifteter cyanidhaltiger Pflanzen, häufig Maniok. Entscheidend sind unzureichende Verarbeitung und starke Belastung über die Nahrung.

Welche Symptome sind typisch?

Typisch sind plötzlich auftretende Spastik, Schwäche und Gangunsicherheit, oft mit deutlicher Beeinträchtigung der Beinbeweglichkeit. In vielen Fällen können die Beschwerden anhalten.

Wie wird Konzo diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose erfolgt meist klinisch mit Blick auf Anamnese und neurologischen Befund; andere Ursachen werden ausgeschlossen. Die Behandlung umfasst ärztliche Abklärung der Vergiftung und eine symptomorientierte Therapie, häufig mit rehabilitativen Maßnahmen.