Korsakow-Syndrom
Das Korsakow-Syndrom ist eine neurologisch bedingte Amnesie, die meist durch einen Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) entsteht. Typisch sind schwere Störungen des Kurz- und Neugedächtnisses: Betroffene können sich an neue Ereignisse oft nur unzureichend erinnern und füllen Lücken mit unbeabsichtigten „Erzählungen“. Zusätzlich kann es zu Desorientierung, Verwirrtheit und eingeschränkter Alltagsleistung kommen. Die Diagnose erfolgt ärztlich anhand der Anamnese, neurologischer Untersuchung und Gedächtnistests; begleitend werden Ursachen wie Alkoholmissbrauch oder Mangelzustände sowie Blutwerte und gegebenenfalls Bildgebung geprüft. Die Behandlung umfasst vor allem die rasche Versorgung mit Thiamin, die Behandlung der Grunderkrankung und eine unterstützende neurologisch-psychosoziale Therapie; die Prognose variiert je nach Ausmaß und Zeitpunkt der Behandlung.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei plötzlich oder zunehmend starken Gedächtnisstörungen, ausgeprägter Verwirrtheit oder deutlichen Orientierungsschwierigkeiten sollte umgehend ärztliche Abklärung erfolgen. Bei gleichzeitigem schwerem Krankheitsgefühl, Bewusstseinsstörung oder akuten neurologischen Ausfällen ist der Notfalldienst zuständig; bei akuten Notfällen 112, ansonsten 116117.
Behandler für Korsakow-Syndrom
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Korsakow-Syndrom behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Wie entsteht das Korsakow-Syndrom typischerweise?
Am häufigsten steht ein Thiaminmangel (Vitamin B1) im Zusammenhang, z. B. bei langjährigem Alkoholmissbrauch oder Mangelernährung. Dadurch kommt es zu Schäden im Gehirn, die vor allem das Gedächtnis betreffen.
Kann sich das Gedächtnis wieder verbessern?
Eine Besserung ist möglich, aber nicht immer vollständig. Wie gut die Prognose ist, hängt stark davon ab, wie früh Thiamin gegeben wird und wie ausgeprägt die Schädigung bereits ist.
Welche Untersuchungen werden zur Diagnose gemacht?
Üblicherweise erfolgen Anamnese, neurologische Untersuchung und Gedächtnistests. Zusätzlich werden Blutwerte (z. B. Thiamin und andere Mangelzustände) sowie ggf. Bildgebung genutzt, um Ursachen und Begleiterkrankungen zu klären.