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LADD-Syndrom

Das LADD-Syndrom (Ladd’s bands) ist eine angeborene Fehlbildung, bei der Bindegewebsstränge (Ladd-Bänder) zu einer ungewöhnlichen Stellung und Bewegung des Darms führen können. Dadurch steigt das Risiko für einen Darmverschluss oder eine Verdrehung des Mitteldarms (Volvulus). Typische Beschwerden sind bei Neugeborenen oder im Kindesalter Bauchschmerzen, wechselnde Bauchbeschwerden, Erbrechen, ein aufgeblähter Bauch und bei Verschlusszeichen ggf. Stillen der Stuhl- und Windelabgabe. Die Diagnose erfolgt meist durch Anamnese und körperliche Untersuchung, häufig ergänzt durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen; die endgültige Abklärung kann operativ erfolgen. Die Behandlung ist in der Regel operativ und zielt darauf ab, die gefährliche Fehlstellung zu korrigieren und das Risiko eines erneuten Volvulus zu reduzieren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken oder zunehmenden Bauchschmerzen, anhaltendem Erbrechen, deutlicher Bauchauftreibung oder wenn Stuhl- und Gasabgang ausbleiben, sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. Im Notfall sind bei akuten Verschluss- oder Kreislaufzeichen die Rettungsdienste über 112 zu kontaktieren. Bei nicht lebensbedrohlichen, aber dringlichen Beschwerden kann auch 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie äußert sich das LADD-Syndrom typischerweise?

Häufig treten Beschwerden wie Erbrechen, Bauchschmerzen und eine aufgeblähte Bauchdecke bereits im Säuglings- oder frühen Kindesalter auf. Je nach Schweregrad können Zeichen eines Darmverschlusses hinzukommen.

Wodurch entsteht das LADD-Syndrom?

Es handelt sich um eine angeborene Entwicklungsstörung während der Embryonalphase. Dabei können Bindegewebsstränge die Darmstellung und -beweglichkeit ungünstig beeinflussen.

Wie wird das LADD-Syndrom behandelt?

In vielen Fällen ist eine Operation erforderlich, um die Fehlstellung zu korrigieren und das Risiko einer Darmverdrehung zu senken. Ob und wann operiert wird, hängt vom Beschwerdebild und den Befunden ab.