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Landau-Kleffner-Syndrom

Das Landau-Kleffner-Syndrom (F80.3) beginnt meist im Kindesalter und zeigt sich durch eine zunehmende Verschlechterung des Sprachverständnisses und/oder der gesprochenen Sprache. Häufig treten zusätzlich epileptische Anfälle oder auffällige epilepsieähnliche Muster im Schlaf auf. Typisch sind Veränderungen im Elektroenzephalogramm (EEG), auch wenn tagsüber keine Anfälle bemerkt werden. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Kinderneurologie und umfasst Anamnese, Sprach- und Hörabklärung sowie ein EEG. Die Behandlung kann je nach Verlauf medikamentös gegen epileptische Aktivität (z. B. Antiepileptika) und ergänzend Sprachtherapie umfassen; in einzelnen Fällen werden weitere schlafbezogene Therapien erwogen, z. B. unter fachärztlicher Anleitung.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretender oder rasch zunehmender Sprach- und Kommunikationsstörung im Kindesalter sollte zeitnah eine kinderärztliche und neurologische Abklärung erfolgen. Bei Verdacht auf Anfälle, Bewusstseinsstörungen oder plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen ist umgehend ärztliche Hilfe nötig; bei akuter Gefahr 112 anrufen, andernfalls 116117 kontaktieren.

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Häufige Fragen

Woran wird das Landau-Kleffner-Syndrom typischerweise erkannt?

Meist führen die Sprachverschlechterung im Kindesalter und auffällige EEG-Befunde zur Abklärung. Ergänzend werden Hören und weitere Ursachen untersucht.

Kann die Sprache wieder besser werden?

Der Verlauf ist unterschiedlich. Frühzeitige Behandlung und Sprachtherapie können die Entwicklung positiv beeinflussen, auch wenn nicht immer eine vollständige Rückkehr der Sprache gelingt.

Sind Anfälle immer sichtbar?

Nicht zwingend. Epilepsiezeichen können auch vor allem im Schlaf auftreten und sich eher durch Sprachprobleme bemerkbar machen.