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Laryngomalazie

Die Laryngomalazie (ICD-10 Q31.5) ist meist eine angeborene Entwicklungsauffälligkeit des Kehlkopfs. Dabei sind Gewebe im Kehlkopfbereich zunächst noch nicht ausreichend stabil, sodass sie beim Einatmen teilweise in Richtung der Atemwege einsinken. Häufig zeigt sich ein inspiratorisches Stridorgeräusch (pfeifendes oder rasselndes Geräusch), das sich im Liegen oder bei Aufregung verstärken kann; manche Kinder haben zusätzlich Trink- oder Schluckbeschwerden, Husten oder Gedeihstörungen. Zur Abklärung erfolgt typischerweise eine Untersuchung durch HNO bzw. Kinderärztinnen/Kinderärzte, meist mit einer Endoskopie (Kehlkopfspiegelung) im Wachzustand oder unter geeigneten Bedingungen. Die Behandlung reicht von abwartender Beobachtung bis zu unterstützenden Maßnahmen; in ausgewählten Fällen kann eine medikamentöse Therapie (z. B. bei Reflux) oder eine operative Korrektur erwogen werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ärztliche Abklärung ist erforderlich, wenn zunehmende Atemnot, anhaltendes oder starkes Einziehen der Brust, bläuliche Lippen oder wiederholte Atemaussetzer auftreten. Bei deutlicher Verschlechterung oder Notzeichen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bei dringendem, aber nicht akut lebensbedrohlichem Zustand ist der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 zu kontaktieren.

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Häufige Fragen

Ist Laryngomalazie gefährlich?

Viele Fälle bessern sich im Verlauf von Monaten, weshalb häufig eine engmaschige Beobachtung ausreicht. Bei Zeichen von deutlicher Atemnot, Trinkproblemen oder unzureichender Gewichtszunahme sollte zeitnah ärztlich behandelt werden.

Woran wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose wird in der Regel durch eine HNO-Untersuchung mit Blick in den Kehlkopf gestellt, häufig mittels endoskopischer Kehlkopfanalyse.

Wie wird Laryngomalazie behandelt?

Oft erfolgt zunächst eine konservative Vorgehensweise mit Kontrolle des Verlaufs. Bei begleitendem Reflux oder schweren Beschwerden kommen weitere Maßnahmen in Betracht; bei ausgeprägten Verläufen kann eine operative Therapie erwogen werden.