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Lennox-Gastaut-Syndrom

Das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) ist eine seltene, meist im frühen Kindesalter auftretende Epilepsieform. Typisch sind verschiedene Anfallstypen, häufige Anfälle mit besonderem EEG-Muster sowie mögliche Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten. Zu den Symptomen zählen unter anderem kurze Anfälle mit Sturzrisiko, generalisierte Anfälle und Anfälle, die sich im Alltag wiederholen. Die Diagnose basiert auf der klinischen Beschreibung der Anfälle und dem Elektroenzephalogramm (EEG); ergänzend können Bildgebung und genetische oder andere Untersuchungen erfolgen. Die Behandlung erfolgt in der Regel leitliniengerecht mit antiepileptischen Medikamenten und in manchen Fällen weiteren Therapien, etwa spezialisierter Epilepsiebehandlung.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Schnell ärztliche Abklärung ist erforderlich, wenn neue oder deutlich zunehmende Anfälle auftreten, ein erhöhtes Sturz- oder Verletzungsrisiko besteht oder der Entwicklungsverlauf auffällig bleibt. Bei anhaltenden Krampfanfällen, starken Atemproblemen, Bewusstlosigkeit oder wenn die Situation wie ein Notfall wirkt, sollte der Notruf 112 gewählt werden; bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf ist 116117 sinnvoll.

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Häufige Fragen

Welche Anfallstypen sind beim Lennox-Gastaut-Syndrom typisch?

Häufig kommen mehrere Anfallstypen gleichzeitig vor, darunter kurze Anfälle mit Sturzrisiko und andere epileptische Ereignisse. Die genaue Ausprägung variiert je nach Betroffenem.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose erfolgt meist anhand der Anfallsgeschichte und eines EEG, das für das LGS typische Muster zeigen kann. Je nach Situation können weitere Untersuchungen wie Bildgebung oder genetische Abklärung hinzukommen.

Ist das Lennox-Gastaut-Syndrom behandelbar?

Anfälle lassen sich häufig mit Medikamenten und spezialisierter Epilepsiebehandlung teilweise reduzieren. Ein vollständiges Anfallsfreiwerden ist nicht immer erreichbar, die Behandlung wird jedoch fortlaufend angepasst.