Liddle-Syndrom
Das Liddle-Syndrom ist eine genetisch bedingte Ursache für Bluthochdruck, bei der in der Niere vermehrt Natrium zurückgehalten wird. Die Folge sind typischerweise niedrige Kaliumwerte (Hypokaliämie) und eine Tendenz zu metabolischer Alkalose. Betroffene können unter anderem Muskelschwäche, Müdigkeit, Herzrhythmusbeschwerden oder gelegentlich Kopfschmerzen bemerken; oft fällt der Bluthochdruck frühzeitig auf und ist mit herkömmlichen Therapien schwer kontrollierbar. Die Diagnose erfolgt meist durch den Nachweis eines passenden Blut- und Urinbildes (z. B. niedrige Kaliumwerte, typische Hormonmuster) und durch genetische Bestätigung. Die Behandlung zielt in der Regel auf eine Blockade der natriumrückresorbierenden Wirkung (z. B. mit bestimmten kaliumsparenden Wirkstoffen) sowie auf Blutdruckkontrolle und Kaliumstabilisierung ab.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei anhaltend erhöhtem Blutdruck oder auffälligen Laborwerten (insbesondere niedriges Kalium) sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei starken Beschwerden wie Brustschmerz, Luftnot, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit oder Zeichen eines Schlaganfalls ist sofortige Notfallhilfe erforderlich—bei akuten Notfällen 112, ansonsten 116117.
Behandler für Liddle-Syndrom
237 insgesamtDr. med. Heiner Loos
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Jochen Glass
Facharzt für Kardiologie
Dr. med. Katja Przytarski
Facharzt für Kardiologie
Dr. med. Jan Lokies
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Hans-Georg Angerstein
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Uwe Schulze
Facharzt für Kardiologie
Dr. Anja Jenner
Facharzt für Kardiologie
Dr. med. Ulrike Gundlach
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Joachim Wunderlich
Facharzt für Innere Medizin
Dr. Susanne Herrmann
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Tilman Günther
Facharzt für Kardiologie
Dr. med. Carolin Hauenstein
Facharzt für Kardiologie
Praxen, die Liddle-Syndrom behandeln
761 insgesamtÄrztehaus am Schlachtensee
Ärztehaus am Tempelhofer Hafen
MVZ Pankow Innere Medizin
MVZ Adlershof Vivantes Kardiologie
MVZ Pankow Innere Medizin
Deutsches Herzzentrum der Charité - Standort Augustenburger Platz
Häufige Fragen
Welche Symptome können bei einem Liddle-Syndrom auftreten?
Häufig stehen ein früh auftretender Bluthochdruck und niedrige Kaliumwerte im Vordergrund. Mögliche Beschwerden sind unter anderem Muskelschwäche, Müdigkeit oder Herzrhythmusprobleme.
Wie wird das Liddle-Syndrom diagnostiziert?
Ärztlich werden Blut- und Urinwerte sowie das typische Muster von Kalium und hormonellen Zuständen bewertet. Eine genetische Untersuchung kann die Diagnose bestätigen.
Welche Behandlung ist üblich?
Üblicherweise erfolgt eine gezielte Therapie zur Reduktion der Natriumrückresorption in der Niere und zur Stabilisierung des Kaliumhaushalts. Zusätzlich wird der Blutdruck langfristig überwacht und behandelt.