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Lyell-Syndrom

Das Lyell-Syndrom (L51.2) gilt als Maximalform des Stevens-Johnson-Syndroms und ist eine extreme Überreaktion des Immunsystems auf Auslöser, häufig bestimmte Medikamente. Typisch sind Fieber und Krankheitsgefühl zu Beginn, anschließend schmerzhafte Hautrötungen, Blasen sowie die großflächige Ablösung der Epidermis. Schleimhäute (z. B. im Mund, Genital- oder Augenbereich) können ebenfalls betroffen sein. Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch durch die typischen Hautveränderungen und wird meist durch ärztliche Bewertung im Krankenhaus abgesichert. Die Behandlung erfolgt üblicherweise als Notfallstationstherapie mit sofortigem Absetzen des Auslösers, intensivmedizinischer Überwachung und Wund-/Schmerzbehandlung; häufig wird die Ursache identifiziert und weitere Maßnahmen eingeleitet.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Verdacht auf Lyell-Syndrom mit großflächigen schmerzhaften Hautablösungen, Blasen oder Beteiligung der Schleimhäute sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden. Das gilt insbesondere, wenn zuvor neue Medikamente eingenommen wurden oder Fieber hinzukommt—Notfall: 112. Wenn keine akute Lebensgefahr sicher ausgeschlossen ist, ist auch der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 zu kontaktieren.

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Häufige Fragen

Wodurch wird das Lyell-Syndrom typischerweise ausgelöst?

Häufig steht die Reaktion im Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten, die zuvor begonnen oder neu verordnet wurden. Seltener können andere Auslöser beteiligt sein.

Ist das Lyell-Syndrom ansteckend?

Das Lyell-Syndrom ist in der Regel keine ansteckende Erkrankung, sondern eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Entscheidend ist die medizinische Abklärung im Einzelfall.

Was passiert nach der Diagnose im Krankenhaus?

Der vermutete Auslöser wird sofort abgesetzt und die Betroffenen werden engmaschig überwacht. Außerdem werden Haut- und Schleimhautpflege sowie Schmerz- und mögliche Begleitbehandlungen durchgeführt.