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Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine chronische Störung des Lymphabflusses. Dabei staut sich Lymphflüssigkeit im Gewebe, häufig an Armen oder Beinen, seltener am Rumpf oder im Gesicht. Typische Symptome sind anhaltende Schwellungen, ein Spannungsgefühl, Schwere in der betroffenen Extremität sowie Veränderungen der Haut; manchmal kommen wiederkehrende Entzündungen (Erysipele) hinzu. Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand von Anamnese und Untersuchung, ergänzt durch Bildgebung oder Lymphszintigraphie, um die Ursache und Ausmaß zu beurteilen. Die Behandlung umfasst meist konsequente Kompression, Bewegung/Manuelle Lymphdrainage und Hautpflege; je nach Ursache können weitere Maßnahmen hinzukommen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu aufgetretener oder schnell zunehmender Schwellung, starken Schmerzen, Rötung, Fieber oder Verdacht auf eine Entzündung sollte ärztliche Abklärung zeitnah erfolgen. Ebenso sollte ein Arzt kontaktiert werden, wenn Schwellungen nach einer Behandlung (z. B. Operation/Strahlentherapie) auftreten oder dauerhaft bestehen. Bei akuten starken Beschwerden oder Atemnot im Zusammenhang mit Schwellungen: Notruf 112; bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf: 116117.

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Häufige Fragen

Woran lässt sich ein Lymphödem von einer anderen Schwellung unterscheiden?

Typisch sind anhaltende, tastbar „teigige“ Schwellungen und Hautveränderungen. Eine sichere Abgrenzung von z. B. Venenerkrankungen oder Thrombosen erfordert ärztliche Untersuchung.

Welche Behandlung wird üblicherweise bei Lymphödem eingesetzt?

Häufig kommen Kompressionsbehandlung, manuelle Lymphdrainage, Bewegungstherapie und konsequente Hautpflege zusammen. Ziel ist, den Lymphrückfluss zu verbessern und Schwellungen zu reduzieren.

Kann ein Lymphödem geheilt werden?

Ein Lymphödem lässt sich meist nicht vollständig „wegzaubern“, häufig aber deutlich kontrollieren. Regelmäßige Therapie und konsequente Maßnahmen können das Fortschreiten verlangsamen und Beschwerden senken.