behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Neuralrohrdefekt

Neuralrohrdefekte (ICD-10 Q00) sind angeborene Fehlbildungen, die entstehen, wenn das „Neuralrohr“ in sehr frühen Schwangerschaftswochen nicht wie vorgesehen schließt. Dadurch können je nach Ausprägung Gehirn, Rückenmark und die umgebenden Strukturen betroffen sein. Typische Hinweise sind unter anderem Beschwerden durch Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, Entwicklungsverzögerungen, neurologische Auffälligkeiten sowie je nach Form sichtbare Veränderungen an der Wirbelsäule. Die Diagnose erfolgt häufig pränatal (Ultraschall, ggf. ergänzende Untersuchungen) oder postnatal durch klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren. Die Behandlung richtet sich nach dem Defekt und umfasst oft operative Maßnahmen, neurologische und kinderärztliche Betreuung sowie Physiotherapie und weitere unterstützende Therapien.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Auffälligkeiten bei Neugeborenen oder Säuglingen, insbesondere neurologischen Störungen, Entwicklungsproblemen oder sichtbaren Wirbelsäulenveränderungen, sollte umgehend ärztliche Abklärung erfolgen. Bei schweren Symptomen wie Atemproblemen, Krampfanfällen oder rascher Verschlechterung ist ein Notfallweg erforderlich; in Deutschland kann 112 (Notfall) kontaktiert werden. Für dringende Abklärung ohne Lebensgefahr ist 116117 der ärztliche Bereitschaftsdienst.

Behandler für Neuralrohrdefekt

797 insgesamt
Alle 797 Behandler anzeigen

Praxen, die Neuralrohrdefekt behandeln

1.967 insgesamt
Alle 1.967 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Wie wird ein Neuralrohrdefekt festgestellt?

Häufig kann er bereits pränatal im Ultraschall auffallen. Postnatal erfolgen danach klinische Beurteilung und meist bildgebende Verfahren zur genauen Einordnung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere des Defekts und kann operative Korrekturen, begleitende neurologische Betreuung sowie Physiotherapie und weitere supportive Maßnahmen umfassen.

Kann einem Neuralrohrdefekt vorgebeugt werden?

Allgemein wird eine ausreichende Folsäurezufuhr vor und in der frühen Schwangerschaft als vorbeugend angesehen. Konkrete Empfehlungen sollten individuell mit einer Schwangerschaftsbetreuung besprochen werden.