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Nonverbale Lernstörung

Die Nonverbale Lernstörung (ICD-10 F81.1) gehört zu den Entwicklungsstörungen des Lernens. Dabei fällt es Betroffenen oft schwer, nonverbale Informationen wie räumliche Zusammenhänge, visuell-räumliche Muster oder indirekte Hinweise (z. B. Mimik, Körpersprache) richtig zu deuten. Häufig treten Auffälligkeiten beim Schreiben, Zeichnen, in der Koordination, in Mathematik mit Raumbezug sowie beim Verständnis von Situationen auf. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine kinder- und jugendpsychiatrische bzw. neuropsychologische Abklärung mit standardisierten Tests, Entwicklungs- und ggf. Sprach-/Wahrnehmungsbeurteilung. Eine Behandlung besteht meist aus gezielter Förderung (z. B. Lern- und Kompensationsstrategien), ggf. Ergotherapie/Physiotherapie und Unterstützung im Schulalltag; bei Bedarf werden begleitende Probleme mitbetreut.

Häufige Symptome:

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei anhaltenden oder deutlich zunehmenden Lern- und Entwicklungsproblemen, auffälliger Koordination oder Problemen im Verstehen nonverbaler Hinweise sollte zeitnah ärztliche bzw. fachärztliche Abklärung erfolgen. Das gilt besonders, wenn Schwierigkeiten den Schulbesuch oder die soziale Teilhabe deutlich beeinträchtigen. Bei akuten Notfällen mit Gefahr für Gesundheit oder Selbstgefährdung ist 112 zu wählen; bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Klärungsbedarf kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Welche Anzeichen deuten auf eine Nonverbale Lernstörung hin?

Häufig bestehen Schwierigkeiten bei räumlichen Aufgaben, Koordination, dem Verstehen von Körpersprache sowie bei visuell-räumlichen Lerninhalten. Auch Probleme beim Organisieren von Aufgaben können vorkommen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

In der Regel erfolgt eine neuropsychologische bzw. kinderpsychiatrische Untersuchung mit standardisierten Tests und einer umfassenden Anamnese. Dabei wird überprüft, ob die Schwierigkeiten zu einer Lernstörung passen und andere Ursachen ausgeschlossen werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Üblich sind gezielte Förderung und Trainings zur Kompensation, ergänzt durch Unterstützung im Schulsetting. Je nach Bedarf können weitere Therapien wie Ergotherapie zur Verbesserung von Koordination und Alltagsfertigkeiten sinnvoll sein.