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Onychotillomanie

Onychotillomanie zählt zu den verhaltensbezogenen bzw. psychischen Störungen (ICD-10 F98.8) und äußert sich durch wiederholtes Kauen, Zupfen oder Manipulieren von Nägeln und/oder Nagelbett. Häufige Folgen sind Rötung, Schmerzen, Blutungen, eingerissene Haut sowie Nagelverformungen; außerdem können bakterielle oder pilzbedingte Entzündungen auftreten. Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand der typischen Verhaltensmuster, der Häufigkeit und der Auswirkungen sowie durch das Ausschließen anderer Ursachen wie Hauterkrankungen. Üblich sind psychotherapeutische Ansätze (z. B. Verhaltenstherapie, ggf. Habit-Reversal-Training) und bei Bedarf unterstützende medikamentöse Therapie durch Fachärzte; bei akuten Entzündungen ist eine entsprechende Wund- und ggf. antientzündliche Behandlung wichtig.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei anhaltend starker Nagel- oder Hautverletzung, zunehmenden Schmerzen, Eiter, Fieber oder Zeichen einer sich ausbreitenden Infektion sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Wenn das Verhalten kaum kontrollierbar ist oder stark belastet, ist die Vorstellung bei Psychotherapie oder Facharzt sinnvoll. Bei akuter Gefahr oder schweren Symptomen ist in Notfällen 112 zu wählen; andernfalls kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wodurch unterscheidet sich Onychotillomanie von normalem Nägelkauen?

Bei Onychotillomanie steht ein wiederholtes, schwer steuerbares Manipulieren im Vordergrund, oft verbunden mit klaren Haut- oder Nagelschäden und deutlicher Belastung.

Welche Behandlung hilft typischerweise?

Oft sind verhaltenstherapeutische Verfahren wirksam, die das Verhalten verändern und Auslöser reduzieren. Zusätzlich kann bei Bedarf eine begleitende medikamentöse Behandlung erwogen werden.

Was kann bei einer Entzündung am Nagelbett getan werden?

Bei Entzündungszeichen sollte eine medizinische Untersuchung erfolgen; je nach Befund werden Wundversorgung und ggf. gezielte Medikamente empfohlen. Parallel ist es wichtig, weitere Verletzungen zu vermeiden.