Onychotillomanie
Onychotillomanie zählt zu den verhaltensbezogenen bzw. psychischen Störungen (ICD-10 F98.8) und äußert sich durch wiederholtes Kauen, Zupfen oder Manipulieren von Nägeln und/oder Nagelbett. Häufige Folgen sind Rötung, Schmerzen, Blutungen, eingerissene Haut sowie Nagelverformungen; außerdem können bakterielle oder pilzbedingte Entzündungen auftreten. Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand der typischen Verhaltensmuster, der Häufigkeit und der Auswirkungen sowie durch das Ausschließen anderer Ursachen wie Hauterkrankungen. Üblich sind psychotherapeutische Ansätze (z. B. Verhaltenstherapie, ggf. Habit-Reversal-Training) und bei Bedarf unterstützende medikamentöse Therapie durch Fachärzte; bei akuten Entzündungen ist eine entsprechende Wund- und ggf. antientzündliche Behandlung wichtig.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei anhaltend starker Nagel- oder Hautverletzung, zunehmenden Schmerzen, Eiter, Fieber oder Zeichen einer sich ausbreitenden Infektion sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Wenn das Verhalten kaum kontrollierbar ist oder stark belastet, ist die Vorstellung bei Psychotherapie oder Facharzt sinnvoll. Bei akuter Gefahr oder schweren Symptomen ist in Notfällen 112 zu wählen; andernfalls kann 116117 genutzt werden.
Behandler für Onychotillomanie
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Onychotillomanie behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Wodurch unterscheidet sich Onychotillomanie von normalem Nägelkauen?
Bei Onychotillomanie steht ein wiederholtes, schwer steuerbares Manipulieren im Vordergrund, oft verbunden mit klaren Haut- oder Nagelschäden und deutlicher Belastung.
Welche Behandlung hilft typischerweise?
Oft sind verhaltenstherapeutische Verfahren wirksam, die das Verhalten verändern und Auslöser reduzieren. Zusätzlich kann bei Bedarf eine begleitende medikamentöse Behandlung erwogen werden.
Was kann bei einer Entzündung am Nagelbett getan werden?
Bei Entzündungszeichen sollte eine medizinische Untersuchung erfolgen; je nach Befund werden Wundversorgung und ggf. gezielte Medikamente empfohlen. Parallel ist es wichtig, weitere Verletzungen zu vermeiden.