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Problemverhalten

Problemverhalten im Sinne von ICD-10 F91 umfasst anhaltende Muster von Verhaltensauffälligkeiten, die deutlich vom altersüblichen Sozialverhalten abweichen. Typisch sind zum Beispiel Regelverletzungen, Aggressivität, Streitbarkeit oder Schwierigkeiten, sich an soziale Grenzen zu halten. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung anhand der Entwicklungsgeschichte, Beobachtungen und ergänzender Informationen aus Schule und Familie. Behandelt werden häufig psychosoziale Maßnahmen wie Eltern- und Erziehungshilfen, Verhaltenstherapie sowie schul- und sozialraumbezogene Unterstützung; je nach Lage können weitere Hilfen oder begleitende Behandlungen erwogen werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starkem oder eskalierendem Aggressionsverhalten, erheblicher Selbst- oder Fremdgefährdung oder Straftaten sollte zeitnah eine ärztliche bzw. kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung erfolgen. Bei akuter Gefahr oder suizidalen Gedanken ist sofort der Notruf 112 zu wählen. In dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Fällen kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man, ob es „nur“ Trotz ist oder Problemverhalten nach F91?

Relevant sind vor allem Häufigkeit, Intensität, Dauer und die deutliche Beeinträchtigung im Alltag. Eine Fachabklärung kann helfen, altersübliche Phasen von anhaltenden Mustern zu unterscheiden.

Welche Rolle spielen Schule und Familie bei der Diagnose?

Die Beurteilung stützt sich meist auf Entwicklungsgeschichte und Informationen aus mehreren Lebensbereichen. Einschätzungen aus Schule und Familie helfen, die Muster besser einzuordnen.

Wie läuft die Behandlung typischerweise ab?

Oft stehen psychosoziale Maßnahmen im Vordergrund, z. B. Eltern- und Erziehungshilfen und verhaltenstherapeutische Ansätze. Ziel ist, Konflikte zu reduzieren und alternative Verhaltensstrategien aufzubauen.