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Radiodermatitis

Radiodermatitis bezeichnet Hautreaktionen durch ionisierende Strahlung, etwa im Rahmen einer Bestrahlung bei Krebs oder bei medizinisch bedingter Strahlenexposition. Typische Symptome sind Rötung, Brennen, Juckreiz, trockene oder feuchte Haut, Schuppung sowie in stärkeren Fällen nässende oder offene Areale. Die Diagnose erfolgt meist klinisch durch Anamnese (Strahlentherapie, Zeitpunkt der Exposition) und Betrachtung der Hautveränderungen; Schweregrade werden häufig anhand des Erscheinungsbilds eingestuft. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß und umfasst in der Regel konsequente Hautpflege, Schonung des betroffenen Areals, schmerzlindernde und entzündungshemmende Maßnahmen sowie ärztlich überwachte Wundversorgung; bei Bedarf werden Anpassungen der Strahlentherapie mitgeplant.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ärztliche Abklärung ist zeitnah erforderlich, wenn starke Schmerzen, zunehmende Ausbreitung, nässende oder offene Hautstellen, Fieber oder Anzeichen einer Infektion auftreten. Ebenso sollte Kontakt zum behandelnden Team bestehen, wenn die Hautreaktion rasch schlimmer wird oder die Selbstpflege nicht ausreicht. Bei schweren, akuten Beschwerden oder Kreislaufproblemen ist der Notruf 112 zu wählen; bei nicht lebensbedrohlichen Problemen kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert Radiodermatitis nach der Strahlentherapie?

Der Verlauf ist unterschiedlich. Häufig nehmen die Beschwerden nach Beginn der Bestrahlung zu und können auch noch einige Wochen nach Therapieende bestehen.

Welche Hautpflege ist bei Radiodermatitis sinnvoll?

Üblicherweise werden milde, parfümfreie Pflegeprodukte verwendet und die betroffene Haut geschont. Konkrete Produkte und Salben sollten an die ärztlichen Empfehlungen angepasst werden.

Kann eine Radiodermatitis gefährlich werden?

In schweren Fällen kann die Haut so stark geschädigt sein, dass offene Stellen entstehen und sich Infektionen entwickeln können. Daher sind ärztliche Kontrollen besonders wichtig.