Reisediarrhoe
Reisediarrhoe (häufig infektiös, ICD-10 A09) entsteht oft durch den Kontakt mit verunreinigtem Wasser oder Lebensmitteln. Typisch sind mehrmals täglich wässriger Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit und manchmal leichtes Fieber. Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand der Beschwerden und der Reiseanamnese; bei starken oder anhaltenden Verläufen kann eine Stuhluntersuchung zum Erregernachweis sinnvoll sein. Die Behandlung umfasst vor allem ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr; bei bestimmten schweren Verläufen kann eine ärztlich verordnete antibiotische Therapie erwogen werden. Linderung kann durch Schonung, ggf. symptomatische Mittel und konsequentes Hygieneverhalten unterstützt werden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Ein Arzt sollte unbedingt kontaktiert werden, wenn die Durchfälle sehr stark sind, Blut im Stuhl auftritt, hohes Fieber besteht oder Zeichen einer Austrocknung auftreten (z. B. starke Schwäche, sehr wenig Urin, Schwindel). Auch bei anhaltenden Beschwerden über mehrere Tage oder bei Risikogruppen (z. B. Schwangere, ältere Menschen, Immunschwäche) ist ärztliche Abklärung sinnvoll. Bei schweren Notfällen mit Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsstörungen Hilfe holen: 112, bei dringenden Fragen außerhalb des Notfalls 116117.
Behandler für Reisediarrhoe
3 insgesamtDr. Michael Latzke
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Rudolf Raßhofer
Facharzt für Infektiologie
Dr. Ostendorf
Facharzt für Innere Medizin
Praxen, die Reisediarrhoe behandeln
30 insgesamtInfektiologie Ärzteforum Seestraße
Praxis an der Kulturbrauerei
Praxis Jessen & Kollegen
Dr. Michael Latzke
Arztpraxis Driesener Straße
Schwerpunktpraxis Mitte
Häufige Fragen
Wie lange dauert Reisediarrhoe normalerweise?
Oft bessert sich die Erkrankung innerhalb von ein bis drei Tagen. Bei anhaltenden Beschwerden oder deutlicher Verschlechterung sollte ärztlich abgeklärt werden.
Was hilft am wichtigsten bei Reisediarrhoe?
Am wichtigsten ist eine konsequente Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr, zum Beispiel mit geeigneten oralen Rehydratationslösungen. Nahrung kann je nach Verträglichkeit schrittweise wieder aufgenommen werden.
Müssen sofort Antibiotika genommen werden?
Antibiotika sind nicht bei jedem Verlauf nötig und sollten ärztlich entschieden werden, besonders bei schweren Verläufen oder bestimmten Risikokonstellationen. Ohne ärztliche Einschätzung ist eine Selbstmedikation mit Antibiotika nicht empfehlenswert.