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Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz (ICD-10 R15) bedeutet, dass Betroffene Stuhlgang nicht willkürlich zurückhalten können. Je nach Ursache und Ausprägung kann es zu Schmieren, häufigem ungewolltem Abgang oder vollständiger Kontrollunfähigkeit kommen. Häufige Begleitzeichen sind ungewollter Stuhlabgang, Probleme bei der Wahrnehmung eines bevorstehenden Stuhlgangs sowie Hautreizungen und Schmerzen im Analbereich. Die Diagnose erfolgt meist durch Anamnese, körperliche Untersuchung, ggf. Stuhl- und Laboruntersuchungen sowie Abklärungen der Schließmuskelfunktion (z. B. Ultraschall, Manometrie) und der möglichen neurologischen Ursache. Die Behandlung umfasst je nach Ursache u. a. Maßnahmen zur Stuhlregulation (Ernährung, Medikamente), Beckenbodentraining/Biofeedback, medikamentöse Optionen und in manchen Fällen weitere therapeutische oder chirurgische Verfahren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretender oder zunehmender Stuhlinkontinenz sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen, besonders wenn Schmerzen, Fieber, Blut im Stuhl oder starke Hautschäden vorliegen. Bei plötzlicher Verschlechterung zusammen mit Taubheit im Schrittbereich, Lähmungserscheinungen oder Problemen mit dem Wasserlassen ist umgehend der Notruf zu wählen (112) oder im Notfall 116117.

Behandler für Stuhlinkontinenz

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Praxen, die Stuhlinkontinenz behandeln

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Häufige Fragen

Welche Ursachen kann Stuhlinkontinenz haben?

Häufig kommen Schäden oder Schwäche von Schließmuskeln, Störungen der Nervensteuerung, chronischer Durchfall oder Folgen von Operationen/Entbindungen infrage. Auch neurologische Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Wie wird Stuhlinkontinenz diagnostiziert?

Oft beginnen die Abklärung mit Anamnese und Untersuchung. Je nach Befund können Stuhluntersuchungen und Tests zur Schließmuskel- oder Nervenfunktion (z. B. Manometrie oder Ultraschall) eingesetzt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Typisch sind Maßnahmen zur Stuhlregulation, Beckenbodentraining und ggf. Biofeedback. Bei bestimmten Ursachen können Medikamente oder weitere Verfahren, manchmal auch Operationen, in Betracht kommen.