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Tablettenabhängigkeit

Tablettenabhängigkeit ist ein Zustand, bei dem verschreibungspflichtige oder andere wirksame Medikamente wiederholt und dauerhaft eingenommen werden, obwohl dies schadet. Häufig stehen der Drang zur Einnahme, Kontrollverlust über Dosis und Häufigkeit sowie Entzugs- oder Wirkverlustphänomene im Vordergrund. Typische Symptome können Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme, körperliche Beschwerden sowie Angst vor dem Weglassen der Tabletten sein; bei bestimmten Wirkstoffen sind auch Entzugssymptome möglich. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ärztliche Anamnese, Gespräche über Einnahmeverhalten und ggf. das Einbeziehen von früheren Verordnungen; manchmal werden körperliche Ursachen ausgeschlossen. Die Behandlung umfasst meist eine strukturierte Reduktion/Entzugsbegleitung durch Fachleute, psychotherapeutische Unterstützung und die Planung sicherer Alternativen für die ursprüngliche Beschwerde, um Rückfälle zu vermeiden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starkem Kontrollverlust, zunehmender Dosis, Entzugssymptomen oder deutlicher Beeinträchtigung im Alltag sollte zeitnah ärztliche Hilfe gesucht werden. In Notfällen wie Verwirrtheit, Atemproblemen, Bewusstseinsstörungen oder schweren Krampfanfällen ist sofort der Rettungsdienst zu alarmieren (112). Bei akuter, aber nicht lebensbedrohlicher Lage kann auch der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden (116117).

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Häufige Fragen

Woran erkennt sich, dass aus der Einnahme eine Abhängigkeit geworden ist?

Hinweise sind Kontrollverlust, der Wunsch nach weiterer Einnahme trotz schädlicher Folgen, steigende Dosen sowie Entzugssymptome oder starke Unruhe bei Auslassen.

Kann das eigenständig beendet werden?

Ein abruptes Absetzen ist je nach Wirkstoff riskant. Üblicherweise sollte die Beendigung ärztlich begleitet geplant werden.

Welche Behandlung ist üblich?

Oft erfolgt eine ärztlich überwachte Entzugs- oder Reduktionsplanung plus psychotherapeutische Unterstützung, um neue Strategien gegen die ursprünglichen Beschwerden und Rückfällen zu entwickeln.