behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Zwangsstörung

Bei einer Zwangsstörung (ICD-10 F42) treten Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen auf, die als wiederkehrend und schwer zu kontrollieren erlebt werden. Zwangsgedanken können zum Beispiel Befürchtungen, „falsche“ Gedanken oder Grübeln sein; Zwangshandlungen sind häufig wiederholtes Kontrollieren, Reinigen, Zählen oder das Einhalten strenger Regeln. Betroffene spüren meist starken inneren Druck und erleben Erleichterung nur kurzzeitig. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ein psychiatrisches bzw. psychotherapeutisches Gespräch, oft ergänzt durch standardisierte Fragebögen. Behandlungsmöglichkeiten sind vor allem Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie mit Expositions- und Response-Prevention, sowie in manchen Fällen Medikamente wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Häufige Symptome:

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei anhaltender starker Belastung, deutlicher Einschränkung im Alltag oder wenn Zwangsgedanken/Handlungen viel Zeit beanspruchen, sollte zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung bzw. schweren Krisensymptomen ist sofort der Notruf 112 zu wählen; bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf kann auch 116117 kontaktiert werden.

Behandler für Zwangsstörung

440 insgesamt
Alle 440 Behandler anzeigen

Praxen, die Zwangsstörung behandeln

1.599 insgesamt
Alle 1.599 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine Zwangsstörung von „normalem“ Grübeln oder Ordnungsliebe?

Bei einer Zwangsstörung sind die Gedanken oder Handlungen wiederkehrend und mit starkem innerem Druck verbunden. Typisch ist außerdem ein deutlicher Zeitaufwand und spürbare Beeinträchtigung im Alltag.

Sind Zwangshandlungen freiwillig?

Zwangshandlungen werden zwar oft äußerlich „wie Gewohnheiten“ erlebt, sind aber innerlich meist schwer zu unterdrücken. Häufig werden sie zur kurzfristigen Spannungsreduktion ausgeführt.

Welche Behandlung hilft üblicherweise am besten?

Häufig wirksam ist eine kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Response-Prevention. In manchen Fällen werden zusätzlich oder alternativ Medikamente eingesetzt, je nach Schweregrad und individueller Situation.